Führerscheinklassen

Die Fahrschule bietet 7 unterschiedliche Führerscheinklassen an. Die Ausbildung erstreckt sich von Auto, über Anhänger bis hin zu unterschiedlichen Führerscheinklassen motorisierter Zweiräder.
Einfach auf die blauen Balken klicken und mehr über die einzelnen Führerscheinklassen erfahren.

PKW-Klasse B / BF17(Auto)

Die Fahrerlaubnisklasse für das Auto wird mit B bezeichnet. Das Fahren des Autos ohne Begleitperson ist erst ab dem 18. Geburtstag gesetzlich erlaubt. Die praktische Prüfung kann allerdings bereits wenige Monate vor dem 18. Geburtstag erfolgen.  

Es ist auch möglich ein Auto vor dem dem 18. Geburstag zu fahren, dann jedoch nur Begleitung und ab dem 17. Geburtstag (Führerscheinklasse BF17).  Die praktische Prüfung kann dann frühestens 1 Monat vor dem 17 Geburtstag abgelegt werden, und der Fahrschüler erwirbt die Prüfbescheinigung der Klasse BF17, jedoch keinen Führerschein.  Bei vorliegender Prüfbescheinigung muss der Fahrschüler stets mit einer beim Landratsamt registrierten Begleitperson Fahren. Das Fahren ohne diese fest eingetragenen Personen ist verboten, und hat rechtliche Folgen für den Fahrer und die Begleitperson. Als Begleitperson können mehrere Personen angemeltet und in die Fahrerlaubnis eingetragen werden. In der Fahrschule liegen die Formulare dafür bereit.

  • Die Begleitperson bei BF17 muss folgende Voraussetzungen erfüllen:
    Mindestalter von 30 Jahren
    Mindestens 5 Jahre im Besitz des Führerscheins der Klasse B, ohne Unterbrechung, um die Verkehrserfahrenheit der Fahrbegleitung sicher zu stellen
    Maximal 3 Punkte im Verkehrszentralregister, und ab 01.05.2014 maximal 1 Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg, zum Zeitpunkt der Erteilung der Prüfbescheinigung (die Zuverlässigkeit des Fahrers soll das bestätigen).

THEORIE

Auf dem Weg zum Führerschein muss der Fahrschüler der Klassen B und BF17 eine bestimmte Anzahl an Unterrichtsstunden besuchen:

12 Lektionen Grundstoff – Theorieunterricht (6 x 180min)
und Spezifischer Theorieunterricht für diese Klassen: 2 Lektionen (insgesamt 180min)
1.13 (2.2.1) Technische Bedingungen, Personen- und Güterbeförderung, umweltbewusster Umgang mit Kraftfahrzeugen
1.14 (2.2.2) Fahren mit Solarkraftfahrzeugen und Zügen, umweltschonender Umgang mit Kraftfahrzeugen

Nachdem der Fahrschüler alle erforderlichen Lektionen besucht hat und der Führerscheinantrag durch das Landramtsamt freigegeben wurde, kann er zu der Theorieprüfung beim TÜV (in Giengen oder Heidenheim) zugelassen werden. Falls der Fahrschüler die Prüfung nicht besteht, kann er diese frühestens in weiteren 14 Tagen absolvieren. Ein Nichtbestehen der Prüfung ist in unbegrenzter Anzahl möglich.

PRAXIS

In der Regel erfolgen nach der bestandenen Theorieprüfung die praktischen Fahrstunden. Diese gliedern sich in Übungsstunden und Sonderfahrten. Die Mindestanzahl von 12 Sonderfahrten (à 45min) ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Anzahl der Übungsstunden ist nicht vorgeschrieben, allerdings muss der Fahrschüler über ausreichende Sicherheit im Fahren verfügen, um die Sonderfahrten fahren zu können.

Am Ende der praktischen Fahrstunden steht die praktische Fahrprüfung an, die durch den TÜV abgenommen wird. Der Fahrlehrer ist bei der Prüfung ebenfalls im Auto anwesend.

Bei bestandener Prüfung erhält der Fahrschüler entweder die Prüfbescheinigung (BF17) oder seinen Führerschein der Klasse B. 

Besteht der Fahrschüler die Prüfung leider nicht, darf er frühestens in weiteren 14 Tagen die Prüfung erneut ablegen. Der Fahrlehrer wird den Fahrschüler bis zu einer erneuten Prüfung weiterhin unterstützen und nochmals das Fahren üben.

HINWEIS: Die Fahrschule bildet in der Klasse B und BF17 ausschließlich auf Fahrzeugen mit Schaltgetriebe aus.

 

Anhänger BE(Anhänger)

Bei Besitz einer Fahrerlaubnis der Klasse B (Auto) kann der Führerschein auf die Klasse BE erweitert werden.

Der Anhänger oder Sattelanhänger darf nur bis zu zulässiger Gesamtmasse von mehr als 750kg, aber nicht mehr als 3,5 Tonnen betragen.

THEORIE

Bei dieser Klasse ist keine Theorieausbildung und keine Theorieprüfung erforderlich.

PRAXIS

Gesetzlich vorgeschriebene Fahrstunden:

Übungsstunden: Fahrstunden im Stadtverkehr. Die Anzahl dieser Fahrstunden ist individuell und abhängig vom Können des Fahrschülers.

Sonderfahrten: 5 Fahrten zu je 45 min sind gesetzlich vorgeschrieben. 3 Überlandfahrten, 1 Autobahnfahrt, und 1 Nachtfahrt.

Am Ende der Ausbildung erfolgt die praktische Prüfung, die durch den TÜV abgenommen wird. Die Prüfung darf erst frühestens einen Monat vor dem 18. Geburtstag absolviert werden.

Mofa(Zweirad)

Mofa: mit max. 25 km/h bbH

  • einsitzig
  • Verbrennungsmotor bis 50 ccm Hubraum oder Elektromotor

Ohne Prüfbescheinigung dürfen Personen fahren, die vor dem 01.04.1965 geboren wurden oder eine Fahrerlaubnis ab der Klasse AM (Roller) besitzen.

THEORIE

Ab dem 15. Geburtstag ist es möglich ein Mofa auf der Straße zu fahren, zuvor steht jedoch noch der Theorieunterricht und eine Theorieprüfung an.

Der Fahrschüler wird zu der Theorieprüfung angemeldet, wenn er 6 Lektionen (Grundstoff à 90min) des Theorieunterrichtes besucht hat. Bei der Theorieprüfung sollte der Prüftag nicht allzu lange vor dem 15. Geburtstag sein, da der Fahrschüler erst ab dem Tag des 15. Geburstsages allein am Straßenverkehr teilnehmen darf.

PRAXIS

Eine praktische Prüfung ist nicht vorgesehen, allerdings erfolgt nach der bestandenen Theorieprüfung eine praktische Ausbildung von 90min auf dem Mofa.

Übungen in der praktischen Ausbildung für das sichere Fahren auf der Straße:

  • Führung und Handhabung des Fahrzeuges
  • Anfahren und Halten
  • In Schrittgeschwindigkeit geradeausfahren
  • Fahren eines Kreises
  • Wenden
  • Abbremsen
  • Ausweichen

Eine Probezeit besteht nach Erhalt der Prüfbescheinigung nicht.

Klasse AM (Roller)(Zweirad)

Der Roller

  • max. 45 km/h bbH
  • Verbrennungsmotor bis 50 ccm Hubraum, Elektromotor max. 4 kW Nenndauerleistung, andere Verbrennungsmotoren max. 4 kW Nutzleistung

THEORIE

Theorieunterricht: vorgeschrieben sind 12 Lektionen Grundstoff à 90min (entsprechend denen wie beim Autoführerschein) und 2 Lektionen Zusatzstoff à 90min (Klassenspezifische Inhalte).

Klassenspezifischer Theorieunterricht:
2.1.1 Fahrer/ Beifahrer, Fahrzeug
2.1.2 Besonderes Verhalten beim Motorradfahren
2.1.3 Besondere Schwierigkeiten und Gefahren
2.1.4 Fahrtechnik und Fahrphysik

Zu der Theorieprüfung können die Fahrschüler erst 3 Monate vor dem 16. Geburstag zugelassen werden. 

PRAXIS

Nach bestandener Theorieprüfung beim TÜV in Giengen oder Heidenheim beginnt die Praxisphase in Form von Fahrstunden. Die Anzahl der Fahrstunden ist individuell unterschiedlich und abhängig vom Fahrkönnen des Fahrschülers.

Die praktische Prüfung erfolgt frühestens 1 Monat vor dem 16. Geburtstag. Ab dem 16. Geburtstag darf der Fahrschüler allein auf der Straße und im Besitz seines Führerscheins fahren.

Klasse A1(Zweirad)

Der „kleinste“ Motorradführerschein. Ab 16 Jahren darf der Fahrer nach bestandener praktischer Prüfung allein am Straßenverkehr teilnehmen. 

Das Motorrad mit Leistungsbeschränkung und möglichem Beiwagen muss folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Hubraum bis 125 ccm bzw. max. 11 kW Motorleistung
  • Leistungsgewicht max. 0,1 kW/kg
  • Möglich sind auch dreirädrige Kraftfahrzeuge mit symmetrisch angeordneten Rädern und einem Hubraum sowie mehr als 50 ccm bei Verbrennungsmotoren und/oder einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h, Leistung max. 15 kW

THEORIE

Theorieunterricht: vorgeschrieben sind 12 Lektionen Grundstoff à 45min (entsprechend denen vom Autoführerschein) und 4 Lektionen Zusatzstoff à 90min (Klassenspezifische Inhalte). Dies gilt nur für den Erstwerb eines Führerscheins. Bei einer Erweiterung sind weniger Theorieunterrichtsstunden notwendig.

Klassenspezifischer Theorieunterricht:
2.1.1 Fahrer/ Beifahrer, Fahrzeug
2.1.2 Besonderes Verhalten beim Motorradfahren
2.1.3 Besondere Schwierigkeiten und Gefahren
2.1.4 Fahrtechnik und Fahrphysik

Die Theorieprüfung kann 3 Monate vor dem 16. Geburtstag erfolgen. 

PRAXIS

Nach erfolgreich bestandener Theorieprüfung beginnt die Fahrpraxis mit dem Motorrad. Der Fahrschüler und der Fahrlehrer stehen dabei stets über ein Headset mit Gegensprechfunktion in Verbindung. Diese Verbindung erhöht die Sicherheit auf der Straße und gibt dem Fahrschüler das Gefühl, nicht allein zu sein.

Vorgeschriebene Fahrstunden (je 45min):
– Übungsstunden (Grundfahraufgaben, Parken, und der allgemeine Umgang mit dem Motorrad). Die Anzahl ist individuell und abhängig vom Können des Fahrschülers.
– Sonderfahrten: 12 Stück sind gesetzlich vorgeschrieben:
5 Überlandfahren
4 Autobahnfahrten
3 Nachtfahrten oder Fahren in der Dämmerung

Sind alle erforderlichen praktischen Fahrstunden durchgeführt und verfügt der Fahrschüler über ausreichend Sicherheit im Straßenverkehr, folgt die praktische Prüfung, zu der der Fahrlehrer den Fahrschüler anmeldet. Besteht der Fahrschüler die Fahrprüfung, die durch den TÜV abgenommen wird, erhält der Fahrschüler einen Kartenführerschein.

Klasse A2(Zweirad)

Das Fahren im öffentlichen Straßenverkehr ist bei dieser Führerscheinklasse ab 18 Jahren erlaubt, sofern ein entsprechender Führerschein vorliegt.

Er schliesst die Klassen AM und A1 ein.

Das Motorrad mit möglichem Beiwagen darf folgende Merkmale aufweisen:

  • Motorleistung höchstens 35 kW
  • Leistungsgewicht max. 0,2 kW/kg

THEORIE

Theorieunterricht: vorgeschrieben sind 12 Lektionen Grundstoff (entsprechend denen wie beim Autoführerschein) und 4 Lektionen Zusatzstoff (Klassenspezifische Inhalte). Bei einer Erweiterung des Führerscheins auf diese Klasse müssen nur 6 Lektionen des Grundstoffes und dann auch 4 Lektionen besucht werden.
Werden die Klasse A2 und die Klasse B zusammen erworben, so müssen insgesamt 6 spezifische Lektionen besucht werden, aufgeteilt auf die beiden Führerscheinklassen.

Klassenspezifischer Theorieunterricht für A2:
2.1.1 Fahrer/ Beifahrer, Fahrzeug
2.1.2 Besonderes Verhalten beim Motorradfahren
2.1.3 Besondere Schwierigkeiten und Gefahren
2.1.4 Fahrtechnik und Fahrphysik

Nach dem vollständig besuchten Theorieunterricht kann die Theorieprüfung bei der TÜV-Stelle in Giengen oder Heidenheim erfolgen.

PRAXIS

Praktische Fahrausbildung:
Ist die Theorieprüfung bestanden, beginnt die Fahrpraxis mit dem Motorrad. Während der Fahrstunde ist der Fahrschüler mit dem Fahrlehrer stets über ein Headset mit Gegensprechfunktion verbunden. Diese Verbindung bietet dem Fahrschüler eine erhöhte Sicherheit auf der Straße und vermittelt das Gefühl, nicht allein zu sein.

Vorgeschriebene Fahrstunden (je 45min) ohne Vorbesitz eines Motorradführerscheins:
– Übungsstunden (Grundfahraufgaben, Parken und der allgemeine Umgang mit dem Motorrad). Die Anzahl ist individuell und abhängig vom Können des Fahrschülers.
– Sonderfahrten: 12 Fahrten sind gesetzlich vorgeschrieben:
  5 Überlandfahren
  4 Autobahnfahrten
  3 Nachtfahrten oder Fahren in der Dämmerung

Vorgeschriebene Fahrstunden (je 45min) mit Vorbesitz eines Motorradführerscheins der Klasse A1 von unter zwei Jahren:
– Übungsstunden (Grundfahraufgaben, Parken und der allgemeine Umgang mit dem Motorrad). Die Anzahl ist individuell und abhängig vom Können des Fahrschülers.
– Sonderfahrten: 6 Fahrten sind gesetzlich vorgeschrieben:
  3 Überlandfahren
  2 Autobahnfahrten
  1 Nachtfahrt oder Fahren in der Dämmerung

Wurden alle erforderlichen Fahrstunden absolviert und verfügt der Fahrschüler über ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr, wird der Fahrlehrer den Fahrschüler zu einer praktischen Fahrprüfung anmelden. Die Fahrprüfung wird durch den TÜV abgenommen, in Anwesenheit des Fahrlehrers.  

Kompaktkurs(Im Kompaktkurs werden die Inhalte für den Theorieteil der Fahrausbildung vermittelt, und auf die Theorieprüfung vorbereitet. Aber auch organisatorische Inhalte werden an diesen Tagen besprochen und öffizielle Anträge an die Fahrschüler ausgehändigt. )

Nächster Kompaktkurs: 26. November

18:30 – 21:45 Uhr (Grundstoff der Klassen B, Mofa, AM, A1, A2 und A)

Der Kurs beginnt am 16. Juli. Er findet von Montag bis Freitag,  sowie in der Folgewoche Montag-Dienstag statt. Kurszeiten: immer von 18:30-21:45 Uhr (insgesamt 7 Abende Unterricht).

Motorrad Kompaktkurs:

Termine auf Anfrage (Klassenspezifischer Unterrichtsstoff der Klassen Mofa, AM, A1, A2 und A)

In der Zeit des Kompaktkurses (Grundstoff), wird der Theorieunterrichtsstoff an sieben aufeinander folgenden Werktagen unterrichtet.
An einem Samstag während des Kurses kann der Erste-Hilfe-Kurs in der Fahrschule besucht werden, das biometrische Passbild sowie der notwendige Sehtest durch einen Optiker gemacht werden.  
Erste-Hilfe-Kurs, das Passbild und der Sehtest sind für den Erhalt und die Ausbildung zur Fahrerlaubnis erforderlich bzw. vorgeschrieben. Sie müssen dem offiziellen Antrag für die Fahrerlaubnis angefügt werden. Näheres über den offiziellen Antrag für das Landratsamt kann in der Fahrschule erfragt werden.  

Die Kompaktkurse finden nahezu jeden Monat statt. Das aktuelle Datum ist immer auf der Homepage und auf Facebook zu finden.
An den sieben Kompaktkursabenden findet der Unterricht jeweils von 18:30 Uhr – 21:30 Uhr satt. Vermittelt werden die Inhalte für die theoretische Führerscheinprüfung, jeweils aufgeteilt in einzelne Lektionen. Zwei Lektionen werden jeweils an einem Abend unterrichtet.
Abhängig von der Führerscheinklasse müssen unterschiedlich viele und unterschiedliche Lektionen besucht werden.
Es gibt allgemeine Inhalte, die für nahezu alle Führerscheinklassen besucht werden müssen, und ergänzend klassenspezifische Inhalte.
Die Anzahl der Lektionen und die Inhalte sind amtlich vorgegeben. Für bestimmte Klassen, wie auch den Autoführerschein, müssen zu dem Grundstoff auch klassenspezifische Lektionen besucht werden.

Allgemeine Lektionen (Grundstoff) für die Klassen Auto (B, BF17), Motorrad (A, A1, A2), Roller (AM) und Mofa:

1.1 Persönliche Voraussetzungen
1.2 Risikofaktor Mensch
1.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
1.4 Straßenverkehrssystem und seine Nutzung
1.5 Vorfahrt und Verkehrsregelung
1.6 Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen, sowie Bahnübergänge
1.7 Andere Teilnehmer im Straßenverkehr
1.8 Geschwindigkeit, Abstand und umweltschonende Fahrweise
1.9 Verkehrsverhalten bei Fahrmanövern, Verkehrsbeobachtung
1.10 Ruhender Verkehr
1.11 Verhalten in besonderen Situationen, Folgen von Verstößen gegen Verkehrsvorschriften
1.12 Lebenslanges Lernen

Und klassenspezifische Inhalte, z. B. B und BF17:
1.13 Technische Bedingungen, Personen- und Güterbeförderung, umweltbewusster Umgang mit Kraftfahrzeugen
1.14 Fahren mit Solarkraftfahrzeugen und Zügen, umweltschonender Umgang mit Kraftfahrzeugen

Klassenspezifische Inhalte, für Motorrad (A, A1, A2), Roller (AM) und Mofa:
2.1.1 Fahrer/ Beifahrer, Fahrzeug
2.1.2 Besonderes Verhalten beim Motorradfahren
2.1.3 Besondere Schwierigkeiten und Gefahren
2.1.4 Fahrtechnik und Fahrphysik

Um zu der Theorieprüfung beim TÜV zugelassen zu werden, müssen alle amtlich vorgeschriebenen Lektionen besucht werden.
Liegt der besuchte Unterricht länger als genau zwei Jahre zurück, muss der Unterricht erneut besucht werden. Es können auch einzelne Lektionen wieder besucht werden.

Während des Kompaktkurses passiert auch Folgendes:

  • Sofern noch nicht geschehen: schriftliche Anmeldung (Ausfüllen eines Fragebogens) in der Fahrschule oder auch online möglich (siehe Onlineanmeldung)
  • Theorieunterricht (Grundstoff) an sieben Abenden von 18:30 Uhr – 21:30 Uhr (mehr oder weniger Abende, je nach Führerscheinklasse). Wird der Führerschein für ein motorisiertes Zweirad angestrebt, folgen weitere Abende, an denen der klassenspezifische Unterrichtsstoff vermittelt wird. (Näheres siehe direkt bei den Führerscheinklassen). 
  • Erhalt eines Vertrages mit der Fahrschule über die Fahrausbildung
  • Erhalt eines Zugangs zu der Lern-App, die auf jedem internetfähigen Gerät genutzt werden kann. Ein Buch kann als Ergänzung erworben werden. Bitte einfach danach fragen.
  • Erhalt eines offiziellen Antrages zur Erstellung des Führerscheins (Abgabe im Rathaus) zusammen mit der Bescheinigung des Erste-Hilfe-Kurses, dem biometrischen Passbild und dem Sehtest

Der Theorieunterricht bereitet den Weg vor, um die praktischen Fahrstunden erfolgreich absolvieren zu können. Auch im Straßenverkehr braucht es zunächst theoretisches Wissen, welches dann nach und nach in die Fahrpraxis eingegliedert und umgesetzt wird.

Ein Tipp von uns: Mitschreiben im Unterricht bringt klare Vorteile bei der Vorbereitung zur Theorieprüfung. – Das Gehörte brennt sich besser und schneller im Gedächtnis ein!

Klasse A(Zweirad)

Für den Erwerb des „größten“ Motorradführerscheins muss ein Mindestalter von 24 Jahren vorliegen, sofern ein Direkteinstieg in das Motorradfahren erfolgen soll. Der Fahrschüler erwirbt den Führerschein ohne den zuvor erworbenen Führerschein einer niedrigeren Klasse. Liegt bereits ein Führerschein für die Klasse A2 vor und erwarb diesen mit 20 Jahren, so kann der Fahrer den Führerschein nach zweijähiger Fahrzeit auf die Klasse A erweitern.  

Theorieunterricht

Vorgeschrieben sind 12 Lektionen Grundstoff (entsprechend denen wie beim Autoführerschein), und 4 Lektionen Zusatzstoff (Klassenspezifische Inhalte). Wird der bestehende Führerschein erweitert, so müssen nur 6 Lektionen des Grundstoffes besucht werden.

Spezifischer Theorieunterricht:
2.1.1 Fahrer/ Beifahrer, Fahrzeug
2.1.2 Besonderes Verhalten beim Motorradfahren
2.1.3 Besondere Schwierigkeiten und Gefahren
2.1.4 Fahrtechnik und Fahrphysik

Fahrstunden

Vorgeschriebene Fahrstunden (je 45min) ohne Vorbesitz eines Motorradführerscheins:

  • Übungsstunden (Grundfahraufgaben, Parken und der allgemeine Umgang mit dem Motorrad). Die Anzahl ist individuell und abhängig vom Können des Fahrschülers.
  • Sonderfahrten (12 Stück sind gesetzlich vorgeschrieben):
    5 Überlandfahren
    4 Autobahnfahrten
    3 Nachtfahrten oder Fahren in der Dämmerung

Vorgeschriebene Fahrstunden (je 45min) mit Vorbesitz eines Motorradführerscheins der Klasse A2 von unter zwei Jahren:

  • Übungsstunden (Grundfahraufgaben, Parken und der allgemeine Umgang mit dem Motorrad). Die Anzahl ist individuell und abhängig vom Können des Fahrschülers.
  • Sonderfahrten (6 Stück sind gesetzlich vorgeschrieben):
    3 Überlandfahren
    2 Autobahnfahrten
    1 Nachtfahrten oder Fahren in der Dämmerung

Hier gibt es hinsichtlich theoretischer und praktischer Ausbildung auch wieder Ausnahmen.